Banner01.gif (6492 Byte)

Bogaroscher HOG-Treffen in Sinsheim am 13.09.2003

Etwas später als sonst, wo doch das Treffen immer an Pfingsten stattfand, wurde diesmal die Veranstaltung anberaumt. Anfangs wurde darüber spekuliert, ob der Zeitpunkt den Bogaroscher Landsleuten genehm sein wird. Die Besucherzahl, der gelungene Ablauf des Treffens sowie die gute Unterhaltung im gemütlichen Teil zeigten, dass die zeitliche Verschiebung in den Spätsommer dem Fest nicht Abbruch taten.
Pünktlich wie jedes mal trafen die Bogaroscher in der Stadthalle zu Sinsheim ein, wo sie sich gegnseitig begrüßten, nach Herzenslust plauderten, und überschwappende Wiedersehensfreude bei der Begegnung mit schon länger nicht gesehenen Landsleuten  zeigten.
Was dabei besonders zum Ausdruck kam, ist die Tatsache, dass die Anwesenden noch ein Gefühl von Zusammengehörigkeit bemerkbar machten, einfach froh waren, Bogaroscher zu sein.
Danach ging man zum offiziellen Teil über. Die Festansprache inclusive Rechenschaftbericht wurde vom 1. Vorsitzenden der HOG-Bogarosch Josef Prunkl gehalten. Ehrengäste Jakob Laub und Frau Dr. Swantje Volkmann wurden herzlich willkommen geheißen. Für die Arbeit der Vorstandsmitglieder, sowie allen Helfern in verschiedenen Angelegenheiten, dankte Josef Prunkl in besonderem Maße.
Die Bogaroscher-Hompage war ein besonderes Anliegen des HOG-Vorstandes. Sie kam durch den Einsatz von Günther Goschi, dem 2. Vorsitzenden der HOG-Bogarosch, sowie durch die Beiträge unserer Landsleute zustande. Dass dieses Werk nie abgeschlossen sein wird und einer fortwährenden Pflege bedarf, ist uns allen klar. Deshalb die eingehende Bitte an alle Landsleute, doch brauchbares Material, Unterlagen oder Photos an den Verfasser zu schicken, um die Homepage erweitern zu können.

Ein wichtiger Punkt in der Festansprache war das Problem der hl. katholischen Kirche in der alten von uns verlassenen Heimat. Die Kirche ist in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Man befürchtet, müßte sie noch ein paar regenreiche Herbste und anschließend frostreiche Winter durchstehen, wäre sie dem sicheren Zusammenfall geweiht. Deshalb wurde nach langem "Pro und Kontra" vom Vorstand beschlossen, das Dach, um wenigstens das Eindringen des Regenwassers zu verhindern, und den Außenputz instand zu setzen.
Da wurde eine Botschaft mit der Bitte um Spende an alle Bogaroscher gesendet, welche zum durchschlagenden Erfolg geführt hat, und eine erhebliche Summe Geld zusammen kommen ließ. Der Auftrag ,die Kirche zumindest vorläufig vor dem Verfall zu retten, ist nun erteilt. Der Vorstand wird so schnell wie möglich handeln.

Anschließend folgte eine Bildpräsentation in Power-Point mit Bidern und Kommentar über Friedhof, Kirche und Bogarosch allgemein von unserem 2. Vorsitzenden Günther Goschi. Unsere Landsleute verfolgten mit großem Interesse den Bericht, denn die Bilder waren so aussagekräftig, dass hin und wieder selbst ein Kommentar überflüssig wurde.
Was folgte, war ein Bericht von Frau Dr. Swantje Volkmann über den Zustand der Kirche. Sie hat Bogarosch im Juni 2003 besucht, war doch Architektur ein Hautzweig ihres Studiums gewesen. Frau Volkmann plädierte für eine umfangreiche Renovierung der Kirche, doch fehlt dafür leider das Geld, viel Geld das mangels Motivation der Spender nicht aufzutreiben wäre.

Ein Höhepunkt war die Einlage des Vereins MUT. Dieser eingetragene Verein operiert ausschließlich mit Spendengeldern in der Bundesrepublik, hat seinen Sitz in Schwäbisch Hall, und betreut Projekte in Rumänien. Unter anderem richtete der Verein in Bogarosch ein Kinderheim ein. Dieser kaufte 3 Häuser, die renoviert wurden, mit Küchen und Sanitäreinrichtungen nach westlichem Standard ausgerichtet sind, 24 Kinder betreut, 11 Angestellte hat, die 25 ha Ackerland bearbeiten, und sich um das Wohl der Kinder kümmert.
In diesem Heim besteht auch die Möglichkeit, sollte man nach Bogarosch fahren, und keine Übernachtungsmöglichkeit bei Verwandten oder Bekannten haben, gegen Entgelt zu wohnen und zu essen. Einen herzlichen Dank an den Verein, weil er sich trotz der Hilfbedürftigkeit zahlreicher Menschen in allen Teilen der Welt gerade für Mithilfe in Bogarosch entschieden hat. Nochmals herzlichen Dank an den Verein, weil er sich für die Kleinen engagiert, die ohne fremde Unterstüzung im Kampf ums Überleben in der dortigen Ellenbogengesellschaft auf der Strecke bleiben würden.
Nähere Auskunft über den Verein MUT und das Kinderheim in Bogarosch bekommen Interessierte bei
Frau Gertraud Stutz, Telefon:   0791-54509  (nach 19:00 Uhr) .
Desgleichen kann man mehr über diesen Verein auf seiner Homepage erfahren.

Beim gemütlichen Beisammensein konnte man dann seine Seele baumeln lassen, in Gesprächen mit vertrauten Menschen in so mancher angenehmen Erinnerung schwelgen. Es tat gut so manches positive Erlebnis wieder aufzufrischen.
Die Feierstunde folgte dem Abendessen.
Begrüßt wurden St.Dir. a.D. Alfred Huth mit Frau, Herr Huth war langjähriger Kulturreferent der Banater Schwaben-Landesverband Baden Würtemberg  und langjähriger Organisator der Kulturtagungen in Sindelfingen, Herr Oskar Ferch mit Frau, Herr Ferch ist der geschäftsführende Vorsitzende des Kreisverbandes-Rhein-Neckar.
Nach dem Deutschlandlied und der Banater Hymne, beide mit Begeisterung und Hingabe gesungen, hielt der Bürgermeister der Stadt Sinsheim, Dr. Horst Sieber eine Ansprache an die Landsleute, in der er mahnte, die Tradition doch fortzuführen.
Eine unterhaltsame schöne Darbietung brachte die Trachtengruppe des Kreisverbandes Heidelberg-Rhein-Neckar unter der Leitung von Frau Anna Lang. 

Die Altenehrung ( siehe Photo) wurde von Günther Goschi vorgenommen, die Totenehrung, für alle Verstorbenen nah und fern,  wurde würdevoll mit einer  Schweigeminute vollzogen.

Danach folgte, worauf sich die meisten schon sehr freuten, Tanz und Unterhaltung mit der Kapelle "Duo-Paloma".
Keiner, aber wirklich keiner im Saal konnte sich den Ohrwürmer der Band entziehen, und schwang so lange es nur möglich war, das Tanzbein. Die stets prall gefüllte Tanzfläche zeugte vom Wohlgefühl der Teilnehmer.
Um 01:00 Uhr sollte dann Schluß sein.

Der Vorstand dankt allen Teinehmern des Treffens für ihr Kommen, und wünscht, dass ein solches Ereignis in der Form noch viele Male stattfinden wird.

 
 
Günther Goschi
Frankenthal,  im   September 2003

Banner01.gif (6492 Byte)