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Bogaroscher HOG-Treffen in Sinsheim am
13.09.2003
Etwas später als sonst, wo doch das Treffen immer an Pfingsten stattfand, wurde diesmal
die Veranstaltung anberaumt. Anfangs wurde darüber spekuliert, ob der Zeitpunkt den
Bogaroscher Landsleuten genehm sein wird. Die Besucherzahl, der gelungene Ablauf des
Treffens sowie die gute Unterhaltung im gemütlichen Teil zeigten, dass die zeitliche
Verschiebung in den Spätsommer dem Fest nicht Abbruch taten.
Pünktlich wie jedes mal trafen die Bogaroscher
in der Stadthalle zu Sinsheim ein, wo sie sich gegnseitig begrüßten, nach
Herzenslust plauderten, und überschwappende Wiedersehensfreude bei der Begegnung mit
schon länger nicht gesehenen Landsleuten zeigten.
Was dabei besonders zum Ausdruck kam, ist die Tatsache, dass die Anwesenden noch ein
Gefühl von Zusammengehörigkeit bemerkbar machten, einfach froh waren, Bogaroscher zu
sein.
Danach ging man zum offiziellen Teil über. Die Festansprache inclusive
Rechenschaftbericht wurde vom 1. Vorsitzenden der HOG-Bogarosch Josef Prunkl gehalten.
Ehrengäste Jakob Laub und Frau Dr. Swantje Volkmann wurden herzlich willkommen geheißen.
Für die Arbeit der Vorstandsmitglieder, sowie allen Helfern in verschiedenen
Angelegenheiten, dankte Josef Prunkl in besonderem Maße.
Die Bogaroscher-Hompage war ein besonderes Anliegen des HOG-Vorstandes. Sie kam durch den
Einsatz von Günther Goschi, dem 2. Vorsitzenden der HOG-Bogarosch, sowie durch die
Beiträge unserer Landsleute zustande. Dass dieses Werk nie abgeschlossen sein wird
und einer fortwährenden Pflege bedarf, ist uns allen klar. Deshalb die eingehende Bitte
an alle Landsleute, doch brauchbares Material, Unterlagen oder Photos an den Verfasser zu
schicken, um die Homepage erweitern zu können.
Ein wichtiger Punkt in der Festansprache war das Problem der hl. katholischen Kirche in der alten von uns
verlassenen Heimat. Die Kirche ist in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Man
befürchtet, müßte sie noch ein paar regenreiche Herbste und anschließend frostreiche
Winter durchstehen, wäre sie dem sicheren Zusammenfall geweiht. Deshalb wurde nach langem
"Pro und Kontra" vom Vorstand beschlossen, das Dach, um wenigstens das
Eindringen des Regenwassers zu verhindern, und den Außenputz instand zu setzen.
Da wurde eine Botschaft mit der Bitte um Spende an alle Bogaroscher gesendet, welche zum
durchschlagenden Erfolg geführt hat, und eine erhebliche Summe Geld zusammen kommen
ließ. Der Auftrag ,die Kirche zumindest vorläufig vor dem Verfall zu retten, ist nun
erteilt. Der Vorstand wird so schnell wie möglich handeln.
Anschließend folgte eine Bildpräsentation in Power-Point mit Bidern und Kommentar über
Friedhof, Kirche und Bogarosch allgemein von unserem 2. Vorsitzenden Günther Goschi.
Unsere Landsleute verfolgten mit großem Interesse den Bericht, denn die Bilder waren so
aussagekräftig, dass hin und wieder selbst ein Kommentar überflüssig wurde.
Was folgte, war ein Bericht von Frau Dr. Swantje Volkmann über den Zustand der Kirche.
Sie hat Bogarosch im Juni 2003 besucht, war doch Architektur ein Hautzweig ihres Studiums
gewesen. Frau Volkmann plädierte für eine umfangreiche Renovierung der Kirche, doch
fehlt dafür leider das Geld, viel Geld das mangels Motivation der Spender nicht
aufzutreiben wäre.
Ein Höhepunkt war die Einlage des Vereins MUT. Dieser eingetragene Verein operiert
ausschließlich mit Spendengeldern in der Bundesrepublik, hat seinen Sitz in Schwäbisch
Hall, und betreut Projekte in Rumänien. Unter anderem richtete der Verein in Bogarosch
ein Kinderheim ein. Dieser kaufte 3 Häuser, die renoviert wurden, mit Küchen und
Sanitäreinrichtungen nach westlichem Standard ausgerichtet sind, 24 Kinder betreut, 11
Angestellte hat, die 25 ha Ackerland bearbeiten, und sich um das Wohl der Kinder kümmert.
In diesem Heim besteht auch die Möglichkeit, sollte man nach Bogarosch fahren, und keine
Übernachtungsmöglichkeit bei Verwandten oder Bekannten haben, gegen Entgelt zu wohnen
und zu essen. Einen herzlichen Dank an den Verein, weil er sich trotz der
Hilfbedürftigkeit zahlreicher Menschen in allen Teilen der Welt gerade für Mithilfe in
Bogarosch entschieden hat. Nochmals herzlichen Dank an den Verein, weil er sich für die
Kleinen engagiert, die ohne fremde Unterstüzung im Kampf ums Überleben in der dortigen
Ellenbogengesellschaft auf der Strecke bleiben würden.
Nähere Auskunft über den Verein MUT und das Kinderheim in Bogarosch bekommen Interessierte bei
Frau Gertraud Stutz, Telefon: 0791-54509 (nach 19:00 Uhr) .
Desgleichen kann man mehr über diesen Verein auf seiner Homepage erfahren.
Beim gemütlichen Beisammensein konnte man dann seine Seele baumeln lassen, in Gesprächen
mit vertrauten Menschen in so mancher angenehmen Erinnerung schwelgen. Es tat gut so
manches positive Erlebnis wieder aufzufrischen.
Die Feierstunde folgte dem Abendessen.
Begrüßt wurden St.Dir. a.D. Alfred Huth mit Frau, Herr Huth war langjähriger
Kulturreferent der Banater Schwaben-Landesverband Baden Würtemberg und
langjähriger Organisator der Kulturtagungen in Sindelfingen, Herr Oskar Ferch mit Frau,
Herr Ferch ist der geschäftsführende Vorsitzende des Kreisverbandes-Rhein-Neckar.
Nach dem Deutschlandlied und der Banater Hymne, beide mit
Begeisterung und Hingabe gesungen, hielt der Bürgermeister der Stadt Sinsheim, Dr. Horst
Sieber eine Ansprache an die Landsleute, in der er mahnte, die Tradition doch
fortzuführen.
Eine unterhaltsame schöne Darbietung brachte die Trachtengruppe des Kreisverbandes Heidelberg-Rhein-Neckar unter
der Leitung von Frau Anna Lang.
Die Altenehrung ( siehe Photo)
wurde von Günther Goschi vorgenommen, die Totenehrung, für alle Verstorbenen nah und
fern, wurde würdevoll mit einer Schweigeminute vollzogen.
Danach folgte, worauf sich die meisten schon sehr freuten, Tanz und Unterhaltung mit der Kapelle "Duo-Paloma".
Keiner, aber wirklich keiner im Saal konnte sich den Ohrwürmer der Band entziehen, und
schwang so lange es nur möglich war, das Tanzbein. Die stets prall gefüllte Tanzfläche
zeugte vom Wohlgefühl der Teilnehmer.
Um 01:00 Uhr sollte dann Schluß sein.
Der Vorstand dankt allen Teinehmern des Treffens für ihr Kommen, und wünscht, dass ein solches Ereignis in der Form noch viele Male stattfinden wird.
Günther Goschi
Frankenthal, im September 2003
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